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Alle reden davon, wir auch: das Internet. Eines wollen wir an
diesem Punkt aber nicht tun: die Geschichte dieses weltumspannenden Kommunikatiosnnetzes
beleuchten. Genauso wenig soll versucht werden, zu erklaeren wie-das-alles-funktioniert-und-warum-das-alles-so-
toll-ist-und-warum-wir-das-alle-unbedingt-wollen-muessen. Weniger als
5 Prozent der Deutschen haben einen Internetzugang - diese wissen schon,
wie es geht - die restlichen 95 Prozent brauchen die Information mangels
Anwendungsmöglichkeiten erst gar nicht. Interessant fuer sie ist nicht
die Funktionsweise von Java, HTML und Marimba, sondern lediglich ein Blick
darauf, was es in dieser fernen nahen Welt denn so an (menno-nitischen)
Angeboten gibt. Zunächst das wichtigste: die jg ist im Netz! Einige
Teile der jg werden als jg-www ins WWW eingespeist. Hier finden alle SurferInnen
Auszüge aus der aktuellen und den vorherigen jg, Besonders interessant
ist die Internetversion unserer Kunterbunt-Rubrik. Hier können bei
Bedarf von hier auf jetzt aktuelle Hinweise eingespeist werden. Ein Warten
auf eine leider nur zweimonatig erscheinende jg erübrigt sich in diesem
Bereich also. Auch ein Abocoupon u.ä. ist bei der jg-www zu finden.
Ansonsten ist die deutschen Mennoszene eher schlecht als recht vertreten.
Lediglich das Deutsche Mennonitische Missionskomitee (DMMK) speist eine
Werbeseite ein. Lassen wir den Cyberblick gen Nordamerika schweifen, ist
das Angebot schon interessanter, denn dort ist bekanntermaîen alles
viel gröîer und besser und toller. Das gilt Internet-technisch
auch für die MennonitInnen. Eines der nuetzlichsten Angebote ist sicherlich
das des MennoLink-Information-Center, von dem aus man in viele mennonitische
Richtungen weitersurfen kann. Eine Liste mit viel mehr Angeboten als den
hier besprochenen ist dort auffindbar. Nicht zu verachten ist auch die
Site des MCC in Kanada. Geboten werden Informationen zu vielen MCC - Hilfsprojekten
und auch zum Traineeprogramm. Letzteres findet man auch bei Intermenno
US, der offiziellen Site des Intermenno Trainee Program. Wer nicht Trainee
werden will, sondern nur TouristIn, kann sich auf einen späteren realen
Trip in der virtuellen Welt vorbereiten. "Mennonitisch hilfreich"
sind dazu die Seiten des Menno House in New York und die des London Mennonite
Center. Hier gibt man sich auch einige Mühe mit der Gestaltung. Einen
Eindruck hinterlassen die Mennosites jedoch: man findet zwar einige interessante
Informationen, gestalterisch werden die Möglichkeiten des WWW jedoch
nicht wirklich genutzt. Keine Animationen, kein Sound, keine tollen Java-Scripts.
PuristInnen antworten jetzt: zum Glück, denn jeder Schnick-Schnack
verlängert die Wartezeit der NutzerInnen ins z.T. unerträgliche
und verstopft die rare Netzkapazität sinnlos. Die PuristInnen haben
sicherlich Recht. Trotz aller Bilderverächtung sollten die CybermennonitInnen
jedoch mehr Kraft in das Design ihrer Angebote stecken. Wenn schon Internet,
dann richtig. Der alte Grundsatz Das Auge isst mitgilt auch für
dieses schon nicht mehr ganz so neue Medium. Gerade hier ist es mit relativ
geringem Aufwand auch für kleine Kirchen möglich, sich repräsentativ
darzustellen. Mit langweiligen Homepages treibt man die NutzerInnen eventuell
nur in die Arme des Internetangebots (leider wirklich gut gemacht) der
ScientologInnen. Diejenigen, die nur am Text und nicht an seiner Gestaltung
interessiert sind, finden im Internet auch andere Angebote auîerhalb
des WWW. Sie können in Dutzenden von mennospezifischen Newsgroups
diskutieren. Diese elektronischen Schwarzen Bretter gibt es en masse, sodaî
niemand gezwungen ist, sich von Grafikladezeiten quälen zu lassen.
Eine Liste mit mennonitischen Links wird in Zukunft bei der jg-www zu finden
sein. Hinweise auf interessante Menno-Sites für diese Liste bitte
per eMail an: uns.
Gerrit Wiebe
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