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Das Mennonite Central Committee informiert
1. MCC-Kommentar: Kein Ende der Gewalt zwischen Russland und Tschetschenien in Sicht Von Steve Hochstetler Shirk (Anmerkung des MCC: Aufgrund des Konflikts haben über 200 000 Menschen ihre Heimat verlassen, die nun ohne hinreichende Unterkunft mit kaltem Winterwetter konfrontiert sind. Am 29. November 1999 ist eine MCC-Hilfslieferung im Kaukasus eingetroffen und MCC-Mitarbeiter/innen und Partnerorganisationen sind nun dabei, die Zollformalitäten zu regeln. Siehe auch "Hilfswerke stehen vor Schwierigkeiten und Risiken bei der Unterstützung von Flüchtlingen aus dem Kaukasus", Artikel Nr. 3 im MCC-Pressedienst vom 12. November 1999.
Saporoschje/Ukraine - Trotz der optimistischen Berichte russischer Generäle
steht Russland an seiner Südflanke offenbar vor einem langwierigen Krieg gegen
tschetschenische Rebellen, so die Partner von Mennonite Central Committee im
Nordkaukasus sowie glaubwürdige einheimische Medien. Und ebenso schlimm ist,
dass auf keiner Seite ernst zu nehmende Pläne existieren, was denn nach dem Ende
der Kämpfe geschehen soll, wann auch immer das sein wird. Die einzigen, die
vielleicht einen solchen Plan haben, sind die "Unversöhnlichen" unter den
tschetschenischen Rebellen, die geschworen haben, bis zum Tod für die
tschetschenische Unabhängigkeit zu kämpfen.
Steve Hochstetler Shirk ist einer der MCC-Landesdirektoren für die frühere
Sowjetunion. Er stammt aus Goshen/Indiana (USA) und gehört zur Gemeinde "East
Goshen Mennonite Church".
2. Essen, Singen, Dankesworte bei MCC-Empfängen
Die traditionelle mennonitische Schlichtheit musste zurückstehen, als unlängst
Palästinenser zwei Empfänge zum fünfzigsten Jahrestag der MCC-Arbeit in
Palästina ausrichteten. Erlesenes Essen, Dudelsäcke und überschwängliche
Dankesansprachen prägten die Atmosphäre, als MCC-Mitarbeiter/innen, frühere
Mitarbeiter/innen und Freund/innen von MCC ? sowohl aus Palästina als auch aus
Nordamerika ? zusammenkamen, um eine Beziehung zu feiern, die schon fünf
Jahrzehnte gehalten hat.
3. Reise zum 50. Jahrestag von MCC in Palästina
Eigentlich war der Chor des Bibel-College von Bethlehem eingeladen, bei der
50-Jahr-Feier von MCC zu singen, aber daraus wurde nichts, weil die israelischen
Behörden in letzter Minute die Reisegenehmigung verweigerten. "Typisch", meinte
jemand während einer zehntägigen Reise, die von MCC im Rahmen der Feiern zum
fünfzigjährigen Bestehen seiner Arbeit in Palästina ausgerichtet wurde. Die 30
Teilnehmer/innen hatten Dutzende von Palästinenser/innen getroffen, die sich
mühten, mit jahrelanger Not und unwürdigen Bedingungen fertig zu werden. Bei der
Reise wurden auch biblische heilige Stätten sowie Orte, an MCC über die Jahre
gewirkt hat, besucht.
4. Umarmungen und Tränen bei Besuch ehemaliger MCC-Mitarbeiter/innen in Jericho: alte Freundschaften und Erinnerungen
Eine kleine Zahl früherer MCC-Mitarbeiter/innen kam Anfang November im Rahmen
einer Reise zum fünfzigsten Jahrestag der MCC-Tätigkeit in Palästina nach
Jericho zurück. Sie trafen zusammen mit mehreren Dutzend anderer
Mitarbeiter/innen und Freund/innen von MCC. Die MCC-Arbeit in Palästina hatte in
Jericho ihren Anfang genommen.
5. MCC begeht 20. Jahrestag seiner Arbeit in Kambodscha Ein Kambodschanischer Journalist erinnert sich an die Freude über ein MCC-Schulpaket
"Ihr seid gekommen, als wir gar nichts hatten, nur unsere bloßen Hände", wandte
sich Premierminister Hun Sen von der Königlichen Regierung von Kambodscha an
eine Versammlung von 10 internationalen Werken, darunter auch MCC, die den 20.
Jahrestag ihres Dienstes in Kambodscha begingen. Chou Sokom, inzwischen
stellvertretender Redakteur der khmer-sprachigen Tageszeitung "Cambodia Daily",
erinnert sich noch genau an den Tag, an dem er ein MCC-Schulpaket bekam.
6. Verteilung von MCC-Schulpaketen: Besuch bei irakischen Schulen gewährt Einblick in harte Bedingungen für Kinder MCC-Mitarbeiterin trifft auf unterernährte Kinder, Kinderarbeiter, Kinder mit unerklärlichen Krankheiten "Meine Gespräche mit Schülern und Lehrern in Saif ad-Dawle liegen mir noch
schwer auf der Seele", schreibt MCC-Mitarbeiterin Carmen Pauls nach der
Verteilung von Schulpaketen in einer Sekundarschule in Bagdad/Irak. Sie hat
Schüler getroffen, deren Wachstum durch Unterernährung verzögert ist, Schüler,
die arbeiten, damit ihre Familie über die Runden kommt, und Schüler, die unter
Haarausfall und anderen eigenartigen Gesundheitsproblemen leiden.
7. Jugendliche aus aller Welt rufen ein Jubeljahr aus Gemeinsame Meldung von Mennonite Central Committee und der Mennonitischen Weltkonferenz
Vertreter/innen aus Mittelamerika sowie Nord- und Südamerika kamen vom 1. bis 8.
August zusammen, um ihre persönliche, gemeinschaftliche und internationale
Verpflichtung auf den biblischen Gedanken des Jubeljahrs oder "Erlassjahrs" zu
erläutern.
8. Mennonitische Zeitschrift führt jungen indonesischen Holzschnitzer zu Berufslaufbahn bei der Kirche
Als Abang Rahino, der heute zu den Verwaltungsmitarbeitern bei MCC Indonesien
gehört, 17 Jahre alt war und gerade in Holzschnitzerei ausgebildet wurde, begann
er, in Zentraljava ? im Herzen einer Region, die manche wegen der enormen
Mennonitendichte scherzhaft als "das Lancaster County Indonesiens" bezeichnen ?
den mennonitischen Gottesdienst zu besuchen. über die größere mennonitische
Gemeinschaft und über MCC erfuhr er, als er beim Prediger der Gemeinde die
amerikanische "Mennonite Weekly Review" las, um sein Englisch zu verbessern.
8. MCC-Jahrestagung 2000
Die MCC-Jahrestagung des kommenden Jahres soll am 18. und 19. Februar 2000 in Hampton/Virginia (USA)
stattfinden
Übersetzung: cof 1. MCC stellt Nahrungsmittel und finanzielle Unterstützung für Opfer des "Super-Zyklons" in Indien bereit
Ein schwerer Zyklon hat am 29. Oktober den ostindischen Bundesstaat Orissa
heimgesucht; es soll Tausende von Toten gegeben haben, vielleicht sogar
Zehntausende. MCC will den Opfern des Wirbelsturms Hilfe im Umfang von 322 000
US$ zur Verfügung stellen.
2. MCC hilft in Hochwassergebieten in Zentralvietnam
MCC hat 20 000 US$ zur Unterstützung der Bevölkerung in Zentralvietnam
bereitgestellt, wo durch das Hochwasser bereits 530 Menschen ums Leben gekommen
sein sollen. Die Hilfe ist noch in der Planung; die MCC-Mittel sollen zum Teil
voraussichtlich zum Ankauf von Nahrungsmitteln verwendet werden, während der
Rest längerfristigen Wiederaufbaumaßnahmen dienen wird.
3. Hilfswerke stehen vor Schwierigkeiten und Risiken bei der Unterstützung von Flüchtlingen aus dem Kaukasus
AKRON, Pennsylvania. - Der russische Feldzug gegen die abtrünnige
Kaukasusrepublik Tschetschenien hat etwa 200 000 Menschen die Flucht ergreifen
lassen. Die meisten werden in der näheren Zukunft nicht zurückkehren können und
stehen dem hereinbrechenden Winter ohne sichere Wohnung, Heizung, medizinische
Versorgung und Nahrungsmittelversorgung gegenüber. Mennonite Central Committee
(MCC) hat eine Hilfslieferung bereitgestellt, stößt aber beim Versuch, den
Flüchtlingen zu helfen, genau wie andere Organisationen auf Schwierigkeiten.
Der Kaukasus ist der südwestliche Rand Russlands zwischen dem Schwarzen und dem
Kaspischen Meer. In der Region leben Dutzende kleiner ethnischer Gruppen.
4. Chinesische Delegation gewinnt direkte Eindrücke vom Glaubensleben in den USA
Fünf Vertreter religiöser Stellen aus dem chinesischen Sichuan - zwei Christen
und drei Regierungsbeamte, denen die Aufsicht über religiöse Aktivitäten in der
Provinz obliegt - haben die USA bereist, um sich von der Bedeutung des
Christentums für die Amerikaner ein Bild zu machen. "Ich bin sicher, dass dieser
Besuch einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Achtung und Vertrauen darstellt
und neue Bereiche für die Zusammenarbeit zwischen nordamerikanischen Mennoniten
und Christen in Sichuan eröffnen wird", sagt hierzu Myrrl Byler, die das
mennonitische Austauschprogramm "China Education Exchange" (Bildungsaustausch
China) leitet, über das der Besuch zustande kam.
5. Honduras: Ungleichmäßige Fortschritte im Kampf gegen Aids
In dem Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in ganz Mittelamerika ist die
Aufklärung über die Aids-Prävention von entscheidender Bedeutung, trifft aber
auch auf Hindernisse. "[In Honduras] stehen wir immer noch vor einer starken
Stigmatisierung und großen ängsten, was Aids betrifft", so MCC-Mitarbeiter
Ricardo Torres.
6. Interview von Doris Dube mit Brüder-in-Christo-Bischof Stephen N. Ndlovu über Aids in Simbabwe
"Aids fordert große Opfer unter unserer Bevölkerung", sagt Stephen N. Ndlovu,
Bischof der Brüder in Christo (Brethren in Christ) in Simbabwe, wo jede Woche
700 Menschen an Aids sterben. In dem Interview berichtet Bischof Ndlovu über die
Bemühungen simbabwischer Christen, Aids-Patienten zu helfen und die Ausbreitung
der Krankheit zu verhindern.
7. Jetzt bei MCC erhältlich: sechs Essays über die Weisheit Afrikas
"Exploring the Wisdom of Africa" (Die Weisheit Afrikas kennenlernen), Nr. 26 der
Publikationsreihe "Occasional Papers" von Mennonite Central Committee (MCC) ist
nun bei MCC erhältlich.
8. Jetzt bei MCC erhältlich: Biographie von Rose Chater, langjährige indische Mitarbeiterin
"Rose, a story of faith and courage in Calcutta" (Rose, eine Geschichte vom
Glauben und Mut in Kalkutta), ein Buch (144 S.) von Glen E. Miller, einem der
damaligen Landesdirektoren von MCC Indien, erzählt die Lebensgeschichte von Rose
Chater, der langjährigen Köchin und Haushälterin im MCC-Gästehaus Kalkutta von
1975 bis 1994.
Übersetzung: cof
1. Einsatz für Aufbau tragender Gemeinschaften
Überall, wo David Martin und Jim Hershberger hinkommen, hören sie das Gleiche:
"Wir danken Ihnen. Sie wissen gar nicht, wie sehr." MCC und seine
Partnerorganisationen haben hier nach dem Hurrikan "Mitch" tiefgreifende
Veränderungen und Anpassungen mitgemacht.
2. Menschen in Mittelmerika kämpfen mit der Belastung einer starken Regenzeit und erinnern sich Von John M. Spidaliere SAN PEDRO SULA/Honduras. - Santo Ramo hat die meiste Zeit seines Lebens am
Ulua-Fluss verbracht. Nun, als Sechzigjähriger, schaut er mit Kummer auf den
Fluss, der hinter seinem Haus wieder im Steigen begriffen ist.
1. Timoresische Flüchtlinge in der Nähe von Jakarta/Indonesien fürchten um ihr Leben - Unterstützung von MCC
AKRON/Pennsylvania. - Eine Gruppe von timoresischen Flüchtlingen, die unweit der
indonesischen Hauptstadt Jakarta in einem Versteck leben, erhält von Mennonite
Central Committee (MCC) Unterstützung. MCC hat 10 000 US$ für ein indonesisches
kirchliches Komitee zur Verfügung gestellt, das Nahrungsmittel, medizinische
Versorgung und Unterkunft für die Flüchtlinge bereitstellt und sich zugleich um
eine sichere Ausreise ins Ausland für sie bemüht. Die Timoresen - 54 Erwachsene
und 24 Schüler/innen bzw. Student/innen - hatten sich für die Unabhängigkeit
Osttimors eingesetzt und fürchten nun um ihr Leben.
2. Rekordbestellung für Bangladesch
"Das ist die größte Einzelbestellung, die ich in den 14 Jahren meiner Arbeit für
Mennonite Central Committee (MCC) je von einem einzelnen Kunden bekommen habe!"
begeistert sich Shefali Halder, zuständig für die Verwaltung der
Exportvermarktung bei MCC Bangladesch. Halder kann gar nicht aufhören zu
strahlen, als sie die Seiten einer e-mail-Nachricht durchliest, die gerade von
der Eine Welt-Handelskette "Ten Thousand Villages" (USA) gekommen ist und eine
Bestellung im Wert von 109 590 US$ enthält. "Bonoful wird sich sehr freuen!"
meint sie unter Bezug auf ein Arbeitsbeschaffungsprogramm von MCC, in dem Frauen
handgeschöpftes Papier und Papierprodukte wie z.B. Fotorahmen, Notizbücher und
Geschenkpapiertüten herstellen.
3. Fässer mit Hilfsgütern für Kaukasusflüchtlinge
EPHRATA/Pennsylvania. - Leone Wagner, Verwalterin des
Materiallagers von Mennonite Central Committee (MCC) in Ephrata/Pennsylvania,
mit Fässern voller Stiefel und Schuhe, die zur Verladung zum Transport nach
Russland bereitstehen. Hinter Wagner füllen Mitarbeiter/innen einen
Transportcontainer mit Hilfsgütern für Betroffene von der Gewalt in der
russischen Kaukasusregion.
4. Fleisch eindosen ist wie Wunder tun
"Fleisch einmachen ist wie Wunder tun", so Kevin King, Verwalter der Hilfsgüter
bei Mennonite Central Committee (MCC), bei einem Aussendungsgottesdienst am 5.
Oktober für die Mitarbeiter der mobilen Fleischkonservenfabrik von MCC. Die drei
- Sebastian Schulze aus Drehnow/BRD, Benjamin Sander aus Sankt Georgen/BRD und
Sam Dinius aus Archbold/Ohio - haben sich am 12. Oktober auf den Weg nach
Middlefield/Ohio gemacht, der ersten Station auf ihrer sechsmonatigen
"Einmach-Reise" 1999 und 2000. Die mobile Dosenanlage wird an 33 Stationen in 12
US Bundesstaaten sowie in der kanadischen Provinz Ontario Halt machen und dabei
täglich 3500 bis 4000 Dosen Rindfleisch, Putenfleisch, Schweinefleisch bzw.
Fleischbrühe verarbeiten.
5. Berichte über das Leiden der Iraker: Tränen in den Augen von Zuhörern in Neuseeland
Greg und Fay Foster, die die MCC-Arbeit in Jordanien und im Irak leiten, hatten
in ihrem Heimaturlaub im vergangenen Sommer keine rechten Ferien. Das
neuseeländische Ehepaar war zu beschäftigt damit, seinen Landsleuten von den
verheerenden Folgen der Sanktionen für die Menschen im Irak zu berichten.
6. Betrachtung aus Indien: Beten um eine säkulare Regierung
Der MCC-Mitarbeiter Ron Kraybill ist es nicht gewohnt, Christen um eine
"säkulare" Regierung beten zu hören, aber er lebt ja auch noch nicht lange in
Indien. Als religiöse Minderheit in einem Land zu leben, in dem die
Mehrheitsreligion der Hinduismus ist - zu dem auch Menschen gehören, die
öffentlich massiv dafür eintreten, das Land gemäß ihren eigenen religiösen
Grundsätzen zu regieren -, kann einem Christen aus den USA schon die Augen
öffnen. Während die Mehrheit der Hindus eine moderatere Position vertritt, ruft
eine radikale Randgruppe seit einigen Jahren nach einem Hindu-Staat Indien.
7. Neuer MCC-Videofilm zeigt Bemühungen auf dem Balkan um Frieden und Erneuerung
Ein 18-Minuten-Videofilm von MCC mit dem Titel "The Balkans: Wounded and
searching for peace" (Der Balkan: verwundet und auf der Suche nach Frieden)
informiert über die Arbeit von MCC und seinen örtlichen Partnern für Frieden und
zur Unterstützung der Menschen in ihren Bemühungen, ihr Leben wieder ins Lot zu
bringen. Der Krieg im Kosovo ist lediglich der jüngste Konflikt in fast einem
Jahrzehnt von Kriegen, die Kroatien, Bosnien und Serbien in Mitleidenschaft
zogen. Das Video kann kostenlos beim nächsten MCC-Büro ausgeliehen werden.
Übersetzung: cof 1. Malaysia: Früherer MCC-Mitarbeiter im Gefängnis
Murray Hiebert, Journalist der "Far Eastern Economic Review", ist wegen eines
1997 erschienenen Artikels, den ein Richter als Beleidigung empfand, zu einer
sechswöchigen Haftstrafe verurteilt worden. In ihrer Ausgabe vom 23. September
1999 würdigt die "Far Eastern Economic Review" in einem redaktionellen Beitrag
Hiebert als einen "Herrn, dem vom Wesen und von der mennonitischen Erziehung her
die Grobheit abgeht, die manche ebenso erfahrenen Reporter an den Tag legen".
Dem Artikel zufolge gehörte zu den wenigen persönlichen Gegenständen, die
Hiebert mit ins Gefängnis nahm, auch eine Bibel. Hiebert war von 1973 bis 1986
für MCC in Vietnam, Laos sowie im Büro Washington tätig.
2. Mexikanische Mennoniten fordern Schließung der US-amerikanischen "Army School of the Americas"
Eine Gruppe mexikanischer Mennoniten hat sich für die "endgültige Schließung"
der "U.S. Army School of the Americas" (Ausbildungsstätte der US-Armee für den
amerikanischen Kontinent, SOA) ausgesprochen. In einem Statement, das dem
Washingtoner Büro von Mennonite Central Committee (MCC) zuging, vertreten fünf
Prediger/innen aus Mexico City sowie 28 Gemeindeglieder die Auffassung, dass
"die militärische Lehre und Praxis [des Instituts] eine grobe Verletzung der
Menschenrechte von Lateinamerikaner/innen" darstellt. Die Prediger/innen und
Gemeindeglieder schließen mit dem Aufruf, sich der Forderung anzuschließen: "Wir
bitten die Christen dieser Welt, ihre Stimme zu erheben und ihre prophetische
Aufgabe, das Unrecht beim Namen zu nennen, wahrzunehmen. (...) Wir erheben diese
Forderung für die Schließung der U.S. Army School of the Americas im Gebet vor
unserem himmlischen Vater und mit einem Hilferuf an unsere Geschwister."
3. Hart arbeitende Christen in der Ukraine machen zum ersten Mal Familienurlaub am Meer
Die Christen in der Ukraine heiraten früh und gründen sogleich eine Familie. Die
unendlichen Chancen und Anforderungen der christlichen Arbeit verlangen von den
Ehemännern oft von morgens bis zum späten Abend den beruflichen Einsatz. Tolik
Awdjenko, Fahrer bei der MCC Partnerorganisation "Licht der Auferstehung", einem
Missionswerk, sagt, dass er normalerweise am frühen Morgen die Wohnung verlässt
und nur selten vor der Zubettgehzeit seiner Kinder nach Hause kommt. Vielleicht
darum werden Tolik, seine Frau Eva und ihre sechs Kinder ihren zwölftägigen
Aufenthalt bei einer Ehepaar- und Familienfreizeit am Asowschen Meer diesen
Sommer in Erinnerung behalten. Zusammen mit zehn weiteren Familien aus der
Ostukraine nahmen sie an diesem Treffen teil, das "Licht der Auferstehung" mit
Unterstützung von MCC durchführte. Für einige der Familien war es der erste
Urlaub, den sie je hatten. Und sie hatten kein schlechtes Gewissen, der Arbeit
fernzubleiben, weil es ja eine von der Mission ausgerichtete Veranstaltung war.
4. Menschen in El Salvador sehnen sich nach Gerechtigkeit und Regen Ein Aufschrei der Entrüstung und des Protests erhebt sich gegen die Bereitschaftspolizei. Hier findet eine friedliche Demonstration statt. Aktivist/innen aus dem sozialpolitischen und umweltpolitischen Bereich und Vertreter/innen der feministischen Bewegung haben sich mit einer bunt gemischten Delegation von Männern, Frauen und Kindern zusammengetan, die Randgruppen vertreten, die von dem Hurrikan "Mitch" betroffen waren. Gemeinsam fordern sie die versprochenen Hilfsleistungen, eine wirksame Umweltpolitik und Entschuldung. Tanya Chute, MCC-Mitarbeiterin in El Salvador, hat die Demonstration erlebt.
Ein vereintes Volk wird niemals besiegt!
Von Tanya Chute aus SanSalvador, El Salvador
Ein Aufschrei der Entrüstung und des Protests erhebt sich gegen die
Bereitschaftspolizei. Hier findet eine friedliche Demonstration statt.
Aktivist/innen aus dem sozialpolitischen und umweltpolitischen Bereich und
Vertreter/innen der feministischen Bewegung haben sich mit einer bunt gemischten
Delegation von Männern, Frauen und Kindern zusammengetan, die Randgruppen
vertreten, die von dem Hurrikan "Mitch" betroffen waren. Gemeinsam fordern sie
die versprochenen Hilfsleistungen, eine wirksame Umweltpolitik und Entschuldung.
Vereint im Handeln. Vereint im Gebet. El pueblo unido, nunca sera vencido! Tanya Chute ist in La Ceiba/El Salvador als örtliche Entwicklungshelferin aktiv. Sie stammt aus Ontario/Kanada. [oben] Übersetzung: cof
5. Wer leistet Friedensarbeit?
MCC-Mitarbeiter Eduardo Rodriquez über ein Gespräch zwischen einem Soldaten und
einem Friedensarbeiter
Übersetzung: cof 1. Nordkorea hat aus Sicht von MCC-Mitarbeiterin keine Ressourcen mehr Zusammengeflickte Geräte, Bauern, die jede Handbreit Land umpflügen, sogar an Abhängen, und zwanzigstöckige Wohnblocks ohne Strom - das alles hat sich für die MCC-Mitarbeiterin Betsy McCrae zu dem Eindruck zusammengefügt, daß in Nordkorea die verfügbaren Ressourcen nun zu Ende gehen. McCrae, die bei MCC die Ostasienarbeit leitet, war vom 20. bis 27. April in Nordkorea, um dort bäuerliche Gemeinschaften zu besuchen, die von MCC und von der Quäker Hilfsorganisation "American Friends Service Committee" unterstützt werden. Im Laufe von drei Jahren hat MCC Güter im Wert von 400 000 US$ bereitgestellt, darunter Plastikplanen, Sprühgeräte, Herbizide, Saatgut und Dünger. Empfänger waren die landwirtschaftlichen Betriebe Sambong, Kobi und Kajang. Dank dieser Hilfe konnten die drei Betriebe im vergangenen Jahr ihre 12 000 landwirtschaftlichen Mitarbeiter/innen und deren Familien ernähren sowie ca. 15 000 t Nahrungsmittel für das staatliche Verteilungssystem produzieren. Artikel: Nordkorea hat aus Sicht von MCC-Mitarbeiterin keine Ressourcen mehr Von Pearl Sensening
AKRON, Pennsylvania. - Zusammengeflickte Geräte, Bauern, die
jede Handbreit Land umpflügen, sogar an Abhängen, und zwanzigstöckige
Wohnblocks ohne Strom - das alles hat sich für Betsy McCrae, Mitarbeiterin
in der Zentrale von Mennonite Central Committee (MCC), zu dem Eindruck
zusammengefügt, daß in Nordkorea die verfügbaren Ressourcen
nun zu Ende gehen. Sie fühlt sich an die biblische Erzählung
von der Begegnung zwischen Elias und der Witwe erinnert, die Feuerholz
sammelt, um ihren letzten Bissen Essen zu kochen, damit sie und ihr Sohn
"es essen und dann sterben" können.
Pearl Sensening ist Autorin und Redakteurin für die MCC-Öffentlichkeitsarbeit
2. MCC begeht 50jähriges Bestehen seiner Arbeit im Westjordanland mit Reise, Buchveröffentlichung und Feier Fünfzig Jahre, nachdem Mennonite Central Committee (MCC) den ersten Freiwilligen ins Westjordanland geschickt hat, erinnert die Organisation dieses Jahr an die lange Geschichte ihrer Arbeit in dieser problembelasteten Region. Im Rahmen der 50-Jahr-Feier wird die Nahost-Abteilung von MCC in der zweiten Jahreshälfte eine zweiwöchige Reise durch das Westjordanland und den Gazastreifen durchführen, an der frühere Mitarbeiter/innen von MCC im Westjordanland und andere Freunde von MCC teilnehmen können. Zudem gibt es ein dreitägiges Wochenende zur Feier des Jahrestages sowie ein neues Buch, das die Geschichte der Arbeit von MCC im Westjordanland behandelt.
3. Mennonitischer Katastrophenhilfsdienst "auf vietnamesisch" hilft gemeinsam mit MCC Überschwemmungsopfern Im Dezember 1998 brachen drei Tropenstürme über neun vietnamesische Provinzen herein und brachten die Flüsse immer wieder zum Überlaufen. MCC hat 8000 US$ bereitgestellt, damit das Rote Kreuz der Provinz Quang Ngai denjenigen, deren Häuser zerstört wurden, Reis, Decken und Dachplatten aus Aluminium zur Verfügung stellen kann. Dann meldete sich die vietnamesische Variante eines mennonitischen Katastrophenhilfsdienstes zu Wort: Vietnamesische Mennoniten im südlichen Vietnam wollten ebenfalls Hilfe leisten. Mit der Unterstützung des Missionswerks Eastern Mennonite Missions (EMM) haben Freiwillige eine finanzielle Hilfe von ca. 3400 US$ bereitgestellt, um Nahrungsmittel und Decken zu kaufen, die sie dann in einen Transporter luden und nach Quang Ngai brachten. Sie haben die Hilfsgüter an 300 Familien verteilt, die noch keine andere Hilfe erhalten hatten.
4. Arbeitsbeschaffungsprojekte in Bangladesch: Absatz und Sicherheit im Aufwind Bei den MCC-Arbeitsbeschaffungsprojekten in Bangladesch ist der Absatz seit 1997 um 46 % gestiegen - und das trotz verheerender Überschwemmungen im Sommer 1998, die über einen Monat anhielten. In den MCC-Projekten sind verarmte Frauen beschäftigt, die Papierwaren, Schmuck und andere Kunsthandwerksgegenstände herstellen. Dreißig Abnehmer aus aller Welt kaufen die Waren, darunter auch die Eine-Welt-Handelskette "Ten Thousand Villages". Bhuiyan Muhammad Imran, Bangladeschi und stellvertretender Leiter der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen von MCC, führt die Zunahme des Absatzes darauf zurück, daß Waren hergestellt werden, die "qualitativ hochwertig und gut gestaltet" sind.
5. Ende der zweijährigen Dürre in Brasilien absehbar? Nachdem 1998 praktisch ohne Regen blieb, lechzt der Nordosten Brasiliens förmlich nach Niederschlag. Manche meinen, daß auch dieses Jahr wieder trocken sein wird, so daß sich die seit 1997 währende Dürre fortsetzt. An manchen Orten hat es seit Januar mitunter geregnet, aber teilweise zu kurz, um die traditionellen Anbaufrüchte - Mais und Bohnen - reifen zu lassen. In der Osthälfte des Bundesstaates Pernambuco, wo MCC Brasilien aktiv ist, dauerte die Dürre bis einschließlich April; dabei sollte die Regenzeit eigentlich im März beginnen. Ganze Ortschaften haben praktisch kein Wasser mehr und sind auf die Versorgung per Lastwagen angewiesen. MCC setzt seine Arbeit in Pernambuco fort.
6. Betrachtungen einer Freiwilligen bei MCC Haiti über die dortige Menschenrechtsarbeit An einem warmen, klaren Nachmittag im März waren Pierre Esperance und ein anderer Mitarbeiter der National Coalition for Haitian Rights (Nationale Koalition für haitianische Rechte, NCHR) per Auto unterwegs zum NCHR-Büro in der Hauptstadt Port-au-Prince. Als sie auf die Delmas-71-Straße abbogen, begannen vier Männer in einem weißen Pkw, das Fahrzeug der beiden zu verfolgen . Esperance fuhr an die Seite, um sie überholen zu lassen, aber daraufhin stiegen bewaffnete Männer aus dem Toyota und eröffneten das Feuer auf den anderen Wagen. Esperance trat aufs Gaspedal, aber der Toyota folgte ihnen, und der Beschuß wurde fortgesetzt. Kugeln zertrümmerten die Scheiben. Esperance wurde an der Schulter und am Knie getroffen, entging jedoch tödlichen Verletzungen. Sein Mitarbeiter kam mit dem Schrecken davon.
7. Video zeigt die komplexe Wirklichkeit von Kambodscha "Cambodia: Land of Beauty but Uncertainty" (Kambodscha: Land der Schönheit, aber auch der Ungewißheit) ist ein Video von Mennonite Central Committee (MCC), das in der Frühjahrsausgabe 1999 der Zeitschrift "News and Reviews" vorgestellt wurde, einer Veröffentlichung des Mediendienstes "Asian Educational Media Service". In der Besprechung schreibt Judy Ledgerwood, Assistentin für Anthropologie und Südostasien-Studien an der Universität von Northern Illinois: "Der Film faßt auf hervorragende Weise die komplexe historische und politische Lage knapp zusammen." Der (englischsprachige) Videofilm kann bei jedem MCC Büro bestellt werden. Übersetzung: cof [oben] |